Naturleistungen

Naturleistungen

Unsere Naturleistungen orientieren sich an den Ökosystemleistungen. Wir arbeiten mit folgenden fünf Naturleistungen:

Vielfalt Tiere

Diese Naturleistung zielt auf die Förderung der tierischen Biodiversität durch den Schutz, die Wiederherstellung und die Vernetzung von Lebensräumen. Gefördert wird Biodiversität dort, wo Artenvielfalt, Populationsgrößen und funktionale Gruppen (z. B. Prädatoren, Bestäuber, Bodenfauna) nachweislich zunehmen. Die Ökosystemleistung besteht in stabileren Nahrungsnetzen, natürlicher Regulation und erhöhter Resilienz. Überprüft wird dies durch standardisierte Artenerfassungen, Indikatorarten und wiederholte Monitoring-Zyklen.

Vielfalt Pflanzen

Hier steht die pflanzliche Biodiversität im Fokus, insbesondere die Vielfalt von Arten, Strukturen und Vegetationstypen. Biodiversität wird gefördert, wenn standorttypische Pflanzengesellschaften aufgebaut oder erhalten werden und invasive Arten zurückgedrängt werden. Die daraus entstehende Ökosystemleistung umfasst verbesserte Habitatqualität, Bodenstabilität und Primärproduktion. Die Wirkung wird über Vegetationsaufnahmen, Deckungsgrade und Artenlisten überprüft.

Bestäubung

Bestäubung ist eine Ökosystemleistung, die auf funktionaler Biodiversität beruht, insbesondere auf der Vielfalt und Dichte bestäubender Insekten. Biodiversität wird gefördert durch die Schaffung geeigneter Lebensräume, Nahrungsangebote und Überwinterungsstrukturen. Die Leistung zeigt sich in stabilen oder verbesserten Bestäubungsraten für Wild- und Kulturpflanzen. Überprüft wird dies durch Indikatorarten, Habitatbewertungen und – wo möglich – Ertrags- oder Fruchtansatzdaten.

Wasser

Diese Naturleistung adressiert ökologische Funktionen des Wasserhaushalts, nicht primär Artenvielfalt. Biodiversität wird dort gefördert, wo wasserabhängige Lebensräume wie Feuchtgebiete, Auen oder Gewässerrandstreifen entstehen oder verbessert werden. Die Ökosystemleistung liegt in Wasserrückhalt, Grundwasserneubildung und der Regulierung von Abfluss und Wasserqualität. Überprüft wird dies über hydrologische Kennzahlen, Strukturindikatoren und regelmäßige Zustandserhebungen.

Boden

Der Fokus liegt auf der Funktionsfähigkeit des Bodens als Ökosystemkomponente. Biodiversität wird gefördert durch den Aufbau vielfältiger Bodenorganismen und eine lebendige Bodenstruktur. Die resultierende Ökosystemleistung umfasst Nährstoffkreisläufe, Erosionsschutz, Wasserhaltevermögen und Kohlenstoffspeicherung. Die Überprüfung erfolgt über Bodenparameter wie Humusgehalt, Bodentyp, Verdichtung und biologische Indikatoren.

Klima (CO₂)

Diese Naturleistung zielt primär auf die ökologische Funktion der Klimaregulation durch Kohlenstoffbindung und Emissionsvermeidung. Biodiversität wird indirekt gefördert, wenn klimawirksame Maßnahmen gleichzeitig strukturreiche, naturnahe Lebensräume schaffen. Die Ökosystemleistung besteht in der langfristigen Bindung von CO₂ in Biomasse und Böden. Die Wirkung wird über anerkannte Kohlenstoff- und Flächenmethodiken sowie regelmäßige Nachweise überprüft.